🏆 KAMPFSTUBE PREMIER LEAGUE
Offizielles Regelwerk – Season 2
Die Kampfstube Premier League ist eine kompetitive VGC-Liga mit dem Ziel, einen fairen und sportlichen Wettbewerb zu ermöglichen, ohne den Spielern unnötige Sonderregeln aufzuerlegen.
Grundsätzlich gilt: Was innerhalb der für die jeweilige Matchweek gültigen offiziellen Regulation legal ist, darf auch gespielt werden.
Von allen Teilnehmern werden Eigenverantwortung, Fair Play und ein respektvoller Umgang miteinander erwartet.
1. 📋 Allgemeines & Teilnahme
1.1 Anerkennung des Regelwerks
Mit der Teilnahme an der Kampfstube Premier League erkennen alle Trainer das jeweils gültige Regelwerk an.
Jeder Teilnehmer ist selbst dafür verantwortlich, sich über dessen Inhalt sowie offiziell angekündigte Änderungen und Ergänzungen zu informieren.
„Ich habe die Regel nicht gelesen“ oder „Ich wusste das nicht“ schützt nicht vor den Folgen eines Regelverstoßes, sofern die betreffende Regel zum Zeitpunkt des Vorfalls bereits gültig und ordnungsgemäß veröffentlicht war.
1.2 Eigenverantwortung
Die KPL setzt ein grundlegendes Maß an Eigenverantwortung voraus.
Dazu gehören insbesondere:
- die eigenständige Terminabsprache mit dem jeweiligen Gegner,
- die rechtzeitige Bereitstellung eines korrekten OTS,
- die Einhaltung der geltenden Regulation,
- die technische Vorbereitung auf das eigene Set,
- die korrekte Meldung von Ergebnissen und Teamlisten.
Die Ligaleitung ist nicht dafür verantwortlich, jeden Teilnehmer persönlich an seine Verpflichtungen zu erinnern.
1.3 Ligaeinteilung
Die Einteilung erfolgt anhand der sportlichen Qualifikation der Teilnehmer.
Bei neuen Teilnehmern können insbesondere die Angaben aus der Anmeldung berücksichtigt werden, darunter beispielsweise:
- Selbsteinschätzung,
- bisherige Turnier- und Ligaerfolge,
- sonstige relevante VGC-Erfahrung.
Die Ligaleitung behält sich die finale Einteilung vor.
Ein offensichtlich hochqualifizierter Spieler wird nicht künstlich in eine deutlich niedrigere Liga eingestuft, nur weil er zuvor noch nicht an der KPL teilgenommen hat.
1.4 Keine freie Wahl der Liga
Wer teilnimmt, tritt grundsätzlich in der Liga an, für die er sich sportlich qualifiziert hat bzw. der er durch die Ligaleitung zugeordnet wurde.
Ein freiwilliger Wechsel in eine niedrigere Liga ist nicht vorgesehen.
Dies gilt ebenfalls für einen sportlich erreichten Aufstieg:
Wer aufsteigt und in der folgenden Season erneut teilnimmt, spielt in der höheren Liga.
Ein Trainer kann nicht auf seinen Aufstieg verzichten und gleichzeitig seinen bisherigen Platz in der niedrigeren Liga behalten.
1.5 Aussetzen einer Season
Eine frühere Ligazugehörigkeit begründet keinen dauerhaften Anspruch auf dieselbe Liga.
Setzt ein Trainer eine oder mehrere Seasons aus und kehrt später zurück, wird seine sportliche Einordnung für die neue Season erneut bewertet.
Dies ist insbesondere deshalb notwendig, weil sich VGC durch neue Regulations, verfügbare Pokémon und andere Rahmenbedingungen regelmäßig verändert.
2. 🏟️ Ligasystem & Einteilung
Grundsätzlich besteht jede Liga aus 10 Trainern.
Die tatsächliche Anzahl der angebotenen Ligen richtet sich nach der Gesamtzahl der Teilnehmer.
2.1 Auf- und Abstieg
Bei einer Liga mit 10 Trainern gilt:
| Platz | Konsequenz |
|---|---|
| 🥇 Platz 1 | Direkter Aufstieg |
| 🥈 Platz 2 | Direkter Aufstieg |
| 🥉 Platz 3 | Aufstiegsrelegation |
| Platz 4–7 | Verbleib in der Liga |
| Platz 8 | Abstiegsrelegation |
| Platz 9 | Direkter Abstieg |
| Platz 10 | Direkter Abstieg |
Für die höchste bzw. niedrigste vorhandene Liga gelten diese Regelungen entsprechend nur dort, wo ein weiterer Auf- bzw. Abstieg möglich ist.
2.2 Freie Ligaplätze & Nachrückverfahren
Werden zwischen zwei Seasons zusätzliche Ligaplätze frei, entscheidet die Ligaleitung situativ über deren Vergabe.
Bestehende sportliche Ansprüche aus dem regulären Aufstiegs- und Relegationssystem werden dabei berücksichtigt.
Darüber hinaus entsteht jedoch kein automatischer Anspruch allein aufgrund einer bestimmten Tabellenposition.
Insbesondere besitzen die Plätze 4, 5, 6 oder 7 einer niedrigeren Liga kein automatisches Recht, bei einem frei werdenden Platz in die nächsthöhere Liga aufzurücken.
Bei der Vergabe können das aktuelle Teilnehmerfeld und die sportliche Qualifikation der verfügbaren Trainer berücksichtigt werden.
3. 📅 Saisonablauf, Matchweeks & Termine
3.1 Spielwoche
Eine reguläre Matchweek läuft grundsätzlich von:
Montag 00:00 Uhr bis Sonntag 23:59 Uhr (CET/CEST).
Innerhalb dieses Zeitraums muss das angesetzte Set grundsätzlich ausgetragen werden.
3.2 Erste Kontaktaufnahme
Beide Trainer sind verpflichtet, spätestens bis Mittwoch innerhalb der laufenden Matchweek Kontakt mit ihrem Gegner aufzunehmen.
Eine kurze Nachricht zur Bestätigung des Kontakts ist ausreichend.
Die Regel soll sicherstellen, dass beide Trainer frühzeitig wissen, dass ihr Gegner erreichbar ist und ausreichend Zeit für Terminplanung und Vorbereitung besteht.
Die Kontaktaufnahme bedeutet nicht, dass der endgültige Matchtermin bereits bis Mittwoch feststehen muss.
3.3 Nachweispflicht bei fehlender Kommunikation
Erfolgt keine Antwort oder ist trotz rechtzeitiger Kontaktaufnahme keine Terminabsprache möglich, muss der betroffene Trainer die Ligaleitung rechtzeitig informieren.
Als Nachweis sollen Screenshots des Chatverlaufs eingereicht werden.
Verstöße gegen die Kontaktpflicht werden dokumentiert.
Grundsätzlich gilt:
- 1. Verstoß: Verwarnung
- 2. Verstoß: möglicher Match Loss der betreffenden Matchweek
- 3. Verstoß: möglicher Ausschluss aus der Liga
Die Ligaleitung berücksichtigt dabei immer den konkreten Einzelfall.
3.4 Terminvereinbarung
Die Trainer vereinbaren den konkreten Termin ihres Sets innerhalb der jeweiligen Matchweek grundsätzlich selbstständig.
Terminänderungen innerhalb der Matchweek sind möglich, sofern sich beide Trainer einigen.
Eine gesonderte Genehmigung der Ligaleitung ist dafür nicht erforderlich.
3.5 Verbindlicher Termin & Verspätung
Wurde ein konkreter Termin vereinbart, gilt dieser grundsätzlich als verbindlich.
Bei einem No-Show gilt:
- 10 Minuten Verspätung: Game 1 wird als verloren gewertet
- weitere 10 Minuten: das vollständige Set wird als 0:2-Niederlage gewertet
Voraussetzung ist ein nachvollziehbarer Nachweis über den vereinbarten Termin und die fehlende Reaktion.
3.6 Kurzfristige Terminänderung
Ein bereits vereinbarter Termin kann kurzfristig verschoben werden, wenn:
- ein nachvollziehbarer Grund vorliegt,
- ein neuer Termin grundsätzlich noch möglich ist,
- beide Trainer der Verschiebung zustimmen.
Eine kurzfristige Absage begründet keinen automatischen Anspruch auf einen Ersatztermin.
Stimmt der Gegner einer Verschiebung nicht zu, kann die Ligaleitung den Fall prüfen.
3.7 Keine gemeinsame Verfügbarkeit
Haben beide Trainer ihre Kontaktpflicht erfüllt und nachweislich ernsthaft versucht, einen gemeinsamen Termin zu finden, soll zunächst die Ligaleitung eingeschaltet werden.
Diese kann eine Verlängerung bzw. einen Nachholtermin ermöglichen.
Kann auch innerhalb der gewährten Verlängerung kein gemeinsamer Termin gefunden werden und ist keinem Trainer ein Versäumnis anzulasten, kann das Set mit 0:0 gewertet werden.
3.8 Beidseitige Inaktivität
Haben beide Trainer ihre Kontakt- und Organisationspflicht nicht erfüllt, wurde die Ligaleitung nicht rechtzeitig informiert und findet das Set nicht statt, erhalten beide Trainer einen 0:2 Match Loss.
Zusätzlich kann für beide ein Verstoß gegen die Kontaktpflicht dokumentiert werden.
3.9 Einseitige Inaktivität
Nimmt ein Trainer fristgerecht Kontakt auf und kann nachweisen, dass der Gegner über einen erheblichen Teil der Matchweek nicht reagiert oder erst so spät antwortet, dass eine ordnungsgemäße Austragung nicht mehr möglich ist, kann das Set mit 2:0 für den aktiven Trainer gewertet werden.
Der inaktive Trainer erhält entsprechend einen 0:2 Match Loss.
3.10 Verlängerungen
Grundsätzlich müssen Sets innerhalb der vorgesehenen Matchweek abgeschlossen werden.
In begründeten Einzelfällen kann die Ligaleitung eine Verlängerung genehmigen.
Eine Verlängerung ist eine Ausnahme und kein automatischer Anspruch.
Die Ligaleitung legt im Einzelfall eine neue verbindliche Frist fest.
4. ⚔️ Matchformat & Regulation
4.1 Best of Three
Alle regulären Ligabegegnungen werden als Best of Three (Bo3) gespielt.
Dabei gilt:
- Ein einzelner Kampf = Game
- Die vollständige Begegnung = Set
Das Set endet, sobald ein Trainer zwei Games gewonnen hat.
Mögliche reguläre Ergebnisse sind daher:
2:0 oder 2:1
4.2 Gültige Regulation
Für jedes Set gilt die für die jeweilige Matchweek offiziell angekündigte Regulation.
Alle Pokémon, Formen, Moves, Abilities, Items und sonstigen Spielmechaniken, die innerhalb dieser Regulation legal sind, dürfen grundsätzlich verwendet werden.
4.3 Wechsel der offiziellen Regulation
Ändert sich während einer laufenden Season die offizielle VGC-Regulation, kann die KPL eine Wechselwoche durchführen.
In dieser Matchweek dürfen die beiden Gegner gemeinsam entscheiden, ob sie noch nach der bisherigen oder bereits nach der neuen Regulation spielen möchten.
Kommt keine Einigung zustande, wird während der Wechselwoche nach der bisherigen Regulation gespielt.
Ab dem von der Ligaleitung angekündigten Zeitpunkt gilt die neue Regulation anschließend verpflichtend für alle.
Ist die bisherige Regulation technisch nicht mehr spielbar, kann die Ligaleitung die Übergangsphase verkürzen oder aufheben.
4.4 Legale Strategien
Die KPL verbietet keine Strategie allein deshalb, weil sie unangenehm, defensiv oder schwer zu beantworten ist.
Regelkonforme Strategien und Win Conditions dürfen vollständig genutzt werden.
Dazu zählen beispielsweise auch:
- Stall
- Perish / Abgesang
- Statusstrategien
- Sleep
- Timer-Win-Conditions
- Accuracy-/Evasion-Mechaniken
- andere innerhalb der Regulation legale Strategien
Der Gegner hat sowohl während der Vorbereitung als auch innerhalb des Games die Möglichkeit, entsprechende Strategien zu beantworten.
4.5 Timer
Die offiziellen In-Game-Timer von Pokémon Champions sind Bestandteil des Matches.
Ist das Ausspielen eines Timers eine legale Win Condition, darf diese vollständig genutzt werden.
5. 📄 Open Team Sheets & Team Lock
5.1 OTS-Pflicht
Vor Beginn von Game 1 müssen beide Trainer ihrem Gegner ein vollständiges und korrektes Open Team Sheet zur Verfügung stellen.
Das OTS muss enthalten:
- 🔥 Pokémon Form
- ⚔️ alle vier Moves
- ⚡ Ability
- 🎒 Held Item
- 🧬 Nature
EVs sind Privatsache und müssen nicht angegeben werden.
5.2 Zeitpunkt des OTS-Austauschs
Das OTS kann bereits vor dem Start der Lobby oder während der Team Preview ausgetauscht werden.
Entscheidend ist, dass beide Trainer vor Beginn von Game 1 Zugriff auf das gegnerische OTS haben.
5.3 Eigenverantwortung beim Lesen
Wurde ein korrektes und funktionierendes OTS bereitgestellt, liegt es in der Verantwortung des Empfängers, dieses tatsächlich zu öffnen und zu lesen.
Wer darauf verzichtet, kann daraus später keinen Anspruch auf einen Neustart oder eine andere Korrektur ableiten.
Das OTS darf während des gesamten Sets jederzeit erneut angesehen werden.
5.4 OTS-Fehler vor Game-Beginn
Wird ein Fehler vor Beginn des Games entdeckt, darf dieser korrigiert werden.
Anschließend wird regulär gespielt.
Es entsteht kein Game Loss allein dadurch, dass ein Fehler rechtzeitig erkannt und behoben wurde.
5.5 OTS-Fehler nach Game-Beginn
Wird eine relevante Abweichung zwischen OTS und tatsächlich verwendetem Team erst nach Beginn eines Games festgestellt, gilt das bereits angebrochene Game grundsätzlich als:
Game Loss für den verantwortlichen Trainer.
Anschließend besteht die Möglichkeit, den Fehler zu korrigieren und das Set regelkonform fortzusetzen.
Ist eine notwendige Korrektur nicht möglich, muss der regelbrechende Trainer die noch erforderlichen Games aufgeben.
5.6 Falscher OTS-Link
Wird versehentlich ein falsches oder veraltetes OTS an den Gegner geschickt, gelten dieselben Regeln.
Vor Game 1 bemerkt: Link austauschen → keine Sanktion.
Nach Beginn von Game 1 bemerkt: angebrochenes Game Loss → korrektes OTS bereitstellen → Set fortsetzen.
5.7 Versehentlich falsches In-Game-Team
Wird zu Beginn eines Games festgestellt, dass versehentlich das falsche Team in Pokémon Champions ausgewählt wurde, kann das Game abgebrochen und mit dem tatsächlich vorgesehenen Team neu gestartet werden.
Der Fehler muss unmittelbar kommuniziert werden.
Das ursprünglich für das Set übermittelte OTS und das dazugehörige Team bleiben verbindlich.
5.8 Team Lock
Mit Beginn von Game 1 ist das verwendete Team für das gesamte Bo3 gelockt.
Während des Sets dürfen insbesondere nicht verändert werden:
- die sechs Pokémon
- Pokémon-Formen
- Moves
- Abilities
- Items
- Natures
Welche vier Pokémon in einem einzelnen Game ausgewählt und welche davon als Lead verwendet werden, darf selbstverständlich zwischen den Games verändert werden.
5.9 Freie Teamwahl zwischen Sets
Es besteht kein Season Team Lock.
Zwischen verschiedenen Sets besteht freie Teamwahl.
Ein Trainer darf für jede Matchweek oder sogar für zwei unterschiedliche Sets am selben Tag vollständig unterschiedliche Teams verwenden.
5.10 OTS Lock
Ein für ein KPL-Set verwendetes OTS darf nach Beginn des Sets nicht nachträglich verändert, ergänzt, gelöscht oder absichtlich unzugänglich gemacht werden.
Das OTS muss in dem Zustand erhalten bleiben, in dem es dem Gegner für das betreffende Set bereitgestellt wurde.
Eine vorsätzliche nachträgliche Veränderung kann als Manipulation der Beweisgrundlage bzw. Täuschungsversuch gewertet werden.
Für ein späteres Set kann selbstverständlich ein neues OTS erstellt werden.
6. 🎮 Durchführung des Sets
6.1 Lobby-Erstellung
Die Trainer entscheiden selbstständig, wer die Pokémon-Champions-Lobby erstellt.
Es wird empfohlen, dass nach Möglichkeit der Trainer mit der stabileren Internetverbindung die Lobby übernimmt.
6.2 Eigene Eingabefehler
Eigene Fehlklicks oder technische Eingabefehler innerhalb eines laufenden Games sind grundsätzlich das Risiko des jeweiligen Trainers.
Dazu gehören beispielsweise:
- falsches Target
- zu schnelles mehrfaches Drücken einer Taste
- Joy-Con-Drift
- versehentlich falscher Move
- sonstige eigene Fehleingaben
Ein laufendes Game wird deshalb grundsätzlich nicht neu gestartet.
6.3 Eigene Hardware
Jeder Trainer ist für seine eigene Hardware verantwortlich.
Fällt beispielsweise während eines Games ein Controller aus, darf ein Ersatzcontroller bzw. dürfen die Joy-Cons der Switch verwendet werden.
Das Game und die In-Game-Timer laufen währenddessen weiter.
Führt Pokémon Champions aufgrund ausbleibender Eingaben automatisch Aktionen aus, bleiben diese Bestandteil des Games.
Das von Pokémon Champions festgestellte Ergebnis bleibt maßgeblich.
6.4 Probleme zwischen zwei Games
Tritt ein technisches Problem erst zwischen zwei Games auf, wird das nächste Game erst gestartet, sobald beide Trainer wieder bereit sind bzw. die dafür vorgesehene Kulanzzeit abgelaufen ist.
7. 🔌 Technische Probleme, Disconnects & Bugs
7.1 Verbindungsabbrüche während eines Games
Bei einem Verbindungsproblem ist zunächst das Verhalten von Pokémon Champions maßgeblich.
Kann ein Trainer in das laufende Game zurückkehren, wird das Game fortgesetzt.
Hat Champions während der Abwesenheit automatische Eingaben vorgenommen, bleiben diese Teil des Games.
7.2 Victory Screen & Lobby-Protokoll
Wird ein Game regulär beendet, gilt der von Pokémon Champions angezeigte Victory Screen.
Bei relevanten Verbindungs- oder Lobbyproblemen kann der Lobby-Ersteller über ZL das Lobby-Protokoll aufrufen.
Das Lobby-Protokoll kann nachvollziehbar machen, welchem Trainer ein Abbruch zugeordnet wurde und wie Pokémon Champions das betreffende Game gewertet hat.
Bei Streitfällen ist dieses Protokoll entsprechend als Beweismittel zu sichern.
7.3 Lokales WLAN-/Verbindungsproblem
Kann ein Set aufgrund eines lokalen Verbindungsproblems zwischen zwei Games nicht fortgesetzt werden, werden grundsätzlich bis zu 10 Minuten eingeräumt, um die Spielfähigkeit wiederherzustellen.
Der Trainer kann beispielsweise auf eine andere Verbindung oder – sofern verfügbar – einen mobilen Hotspot ausweichen.
Kann das Set danach weiterhin nicht fortgesetzt werden, werden die noch zum Setsieg notwendigen Games entsprechend aufgegeben.
Bereits abgeschlossene Games bleiben bestehen.
7.4 Stromausfall
Bei einem vollständigen Stromausfall kann aufgrund der besonderen Situation eine Kulanzzeit von bis zu 20 Minuten eingeräumt werden.
Kann danach weiterhin nicht gespielt werden bzw. ist nicht absehbar, wann die Spielfähigkeit zurückkehrt, werden die noch erforderlichen Games entsprechend aufgegeben.
Öffentlich einsehbare Informationen zu größeren Stromausfällen können bei Bedarf zur Überprüfung herangezogen werden.
7.5 Technische Probleme vor dem Set
Tritt ein technisches Problem vor Beginn des Sets auf und verhindert dessen Start, gilt dies grundsätzlich als Terminverschiebung.
Die Trainer sollen selbstständig einen neuen Termin vereinbaren.
7.6 Bugs & Glitches
Das bewusste Ausnutzen eines bekannten oder erkennbaren Bugs bzw. Glitches zur Erlangung eines spielerischen Vorteils ist verboten.
Ein absichtlich ausgelöster Exploit kann als Cheating behandelt werden.
7.7 Unverschuldeter Champions-Fehler
Tritt ein Fehler auf, der offensichtlich durch Pokémon Champions selbst verursacht wurde, kann bei einer noch sinnvoll rekonstruierbaren Spielsituation ein Neustart erfolgen.
Dabei sollen nach Möglichkeit:
- dieselben Teams
- dieselben Leads
- dieselben bisherigen Entscheidungen
verwendet werden.
Ist eine sinnvolle Rekonstruktion aufgrund des bereits weit fortgeschrittenen Games nicht mehr möglich oder besteht Uneinigkeit, wird das Set zunächst unterbrochen und die Ligaleitung informiert.
7.8 RNG bei einer Rekonstruktion
Rekonstruiert werden die Entscheidungen der Trainer, nicht das ursprüngliche RNG.
Critical Hits, Misses, Flinches, Status-Procs, Damage Rolls oder andere Zufallsereignisse werden nicht künstlich reproduziert.
Entsteht bei der Rekonstruktion ein anderes RNG-Ergebnis, gilt dieses neue Ergebnis und das Game wird von dort aus fortgesetzt.
7.9 Fehler während einer Rekonstruktion
Kommt es während der ersten Züge einer Rekonstruktion versehentlich zu einer klaren Fehleingabe, kann noch einmal von Turn 1 begonnen werden.
Geschieht dies durch denselben Trainer wiederholt, besteht kein Anspruch auf unbegrenzte Neustarts.
Das betreffende Game kann dann als Game Loss gewertet werden.
8. 📊 Ergebnisse, Fristen & Team Overview
8.1 Ergebnisformular
Nach Abschluss eines regulären Sets wird das Ergebnis über das vorgesehene Ergebnisformular gemeldet.
Das Formular muss pro Set nur einmal ausgefüllt werden.
Ob Gewinner oder Verlierer die Eintragung übernimmt, bleibt den beiden Trainern überlassen.
8.2 Erforderliche Angaben
Der eintragende Trainer übermittelt:
- das tatsächliche Set-Ergebnis
- seinen verwendeten OTS-/Poképaste-Link
- den verwendeten OTS-/Poképaste-Link des Gegners
Hierfür können die Links verwendet werden, die bereits vor Beginn des Sets zwischen beiden Trainern ausgetauscht wurden.
8.3 Veröffentlichung durch den Bot
Nach Absenden des Ergebnisformulars werden Ergebnis und Teamlinks durch den Premier-League-Bot im vorgesehenen Discord-Bereich veröffentlicht.
Ab diesem Zeitpunkt gelten diese Informationen als öffentlich zugängliche Ligainformationen.
8.4 Team Overview
Die verwendeten Teamlinks werden zusätzlich in einer zentralen Team Overview gesammelt.
Dort können die Teilnehmer die bisherigen OTS aller Trainer und Matchweeks einsehen.
Bereits veröffentlichte OTS dürfen frei:
- angesehen
- geteilt
- analysiert
- zur Vorbereitung verwendet
werden.
8.5 Fehlende Eintragung
Fehlen nach Ablauf einer Matchweek noch das Ergebnis oder erforderliche Teamangaben, werden die betroffenen Trainer bei der Ankündigung der folgenden Matchweek darauf hingewiesen.
Ab diesem Hinweis läuft eine zusätzliche:
12-Stunden-Nachfrist
innerhalb der die fehlenden Angaben vollständig nachgereicht werden müssen.
Wird auch diese ausdrücklich gesetzte Nachfrist nicht eingehalten, erhalten beide Trainer grundsätzlich einen 0:2 Match Loss.
8.6 Offensichtliche Eingabefehler
Offensichtliche Tipp-, Übertragungs-, Formular- oder Berechnungsfehler werden nach Bekanntwerden korrigiert.
Dies gilt beispielsweise für:
- versehentlich 2:0 statt 2:1 eingetragen
- falscher Poképaste-Link im Formular
- doppelte Formulareinreichung
- falsche Tabellenübertragung
Eine solche Korrektur stellt keine nachträgliche sportliche Neubewertung des Sets dar.
Wichtig:
Wurde während des Sets das richtige OTS verwendet und lediglich danach der falsche Link in das Ergebnisformular kopiert, handelt es sich nicht um einen OTS-Game-Loss, sondern lediglich um einen zu korrigierenden Formularfehler.
8.7 Empfehlung zur Ergebnisdokumentation
Den Trainern wird empfohlen, das Ergebnis ihres Sets kurz selbst zu dokumentieren.
Dies kann beispielsweise erfolgen durch:
- einen Screenshot des Ergebnisbildschirms
- eine Videoaufnahme
- eine kurze gegenseitige Bestätigung im Chat
Eine solche Dokumentation ist nicht verpflichtend.
Bei späteren Unstimmigkeiten kann die Ligaleitung jedoch nur anhand der tatsächlich verfügbaren Beweismittel entscheiden.
8.8 Widersprüchliche Ergebnismeldungen
Widersprechen sich die Angaben beider Trainer, wird das tatsächliche Ergebnis anhand der verfügbaren Beweise geprüft.
Kann der Sachverhalt nicht eindeutig festgestellt werden, entscheidet die Ligaleitung über das weitere Vorgehen.
9. 🏆 Tabelle & Tiebreaker
Für einen Set-Sieg werden 3 Punkte vergeben.
Für eine Set-Niederlage werden 0 Punkte vergeben.
Die Tabellenplatzierung wird in folgender Reihenfolge bestimmt:
1. Punkte
2. Game-Differenz
3. Anzahl gewonnener Games
4. Direkter Vergleich
Besteht danach weiterhin Gleichstand, wird nur dann ein zusätzliches Entscheidungsmatch ausgetragen, wenn die Platzierung sportlich relevant ist.
Dies betrifft beispielsweise:
- Meisterschaft
- direkten Aufstieg
- Aufstiegsrelegation
- Abstiegsrelegation
- direkten Abstieg
Ein bedeutungsloser Gleichstand beispielsweise zwischen Platz 5 und 6 muss nicht zusätzlich ausgespielt werden.
9.1 Tabellenfehler
Offensichtliche Formel-, Berechnungs- oder Übertragungsfehler werden korrigiert, sobald sie festgestellt werden.
9.2 Finale Abschlusstabelle
Nach Abschluss der regulären Season wird die Abschlusstabelle durch die Ligaleitung noch einmal manuell überprüft.
Erst auf Grundlage dieser final kontrollierten Tabelle werden Aufstieg, Abstieg und Relegationsplätze endgültig festgestellt.
Nach der offiziellen Veröffentlichung gilt die geprüfte Abschlusstabelle als final.
10. 🤝 Fair Play, Coaching & Scouting
10.1 Vorbereitung vor einem Set
Vor Beginn eines Sets dürfen Trainer selbstverständlich:
- gemeinsam Teams bauen
- Matchups analysieren
- Testgames spielen
- Strategien besprechen
- öffentliche Informationen recherchieren
- sich von anderen Personen bei der Vorbereitung helfen lassen
Dies gilt auch für unerfahrene Trainer.
10.2 Die KPL ist ein Einzelwettbewerb
Teilnehmer derselben Liga sind sportliche Konkurrenten.
Gezielte Zusammenarbeit innerhalb derselben Liga, um andere Konkurrenten durch private Informationen oder gemeinsame Matchup-Pläne zu benachteiligen, widerspricht dem Fair-Play-Grundsatz.
Die Zugehörigkeit zur selben Organisation, Community oder demselben E-Sport-Team ändert daran nichts.
10.3 Öffentliches Scouting
Alle öffentlich zugänglichen Informationen dürfen zur Vorbereitung verwendet werden.
Dazu zählen insbesondere:
- Team Overview
- frühere OTS
- öffentliche Turnierdaten
- Streams
- VODs
- YouTube-Videos
- öffentlich gespielte Teams
Ein Trainer darf auch eine andere Person bitten, solche öffentlich verfügbaren Informationen für ihn zusammenzutragen oder auszuwerten.
10.4 Öffentliche Informationen sind keine Garantie
Hat ein zukünftiger Gegner beispielsweise am Vortag öffentlich ein bestimmtes Team gespielt, darf daraus selbstverständlich eine mögliche Vorbereitung abgeleitet werden.
Dies ist jedoch lediglich eine Vermutung.
Aufgrund der freien Teamwahl besteht keine Garantie, dass dasselbe Team auch im KPL-Set verwendet wird.
10.5 Vertrauliche Informationen
Verboten ist die bewusste Beschaffung, Anforderung oder organisierte Weitergabe nicht öffentlicher Informationen über das konkrete Team oder die Matchup-Planung eines zukünftigen Gegners.
10.6 Unaufgefordert erhaltene Informationen
Der bloße unaufgeforderte Erhalt einer Nachricht stellt für sich allein keinen Regelverstoß dar.
Niemand kann dafür sanktioniert werden, dass ihm jemand ungefragt Informationen zusendet oder er versehentlich etwas wahrnimmt.
Entscheidend ist die bewusste Beschaffung oder organisierte Weitergabe.
10.7 Live-Coaching
Sobald das Best-of-Three begonnen hat, darf keine dritte Person einem Trainer aktiv strategische Entscheidungen vorgeben.
Dies gilt für das gesamte Set, einschließlich der Zeit zwischen den einzelnen Games.
Verboten ist insbesondere die direkte Beratung zu:
- Moves
- Targets
- Switches
- Leads
- Reads
- konkreten Entscheidungen innerhalb des laufenden Sets
Das eigentliche Set muss vom jeweiligen Trainer selbst gespielt werden.
10.8 Eigene Hilfsmittel
Welche persönlichen Hilfsmittel ein Trainer verwendet, bleibt ihm selbst überlassen.
Dazu können beispielsweise eigene Notizen, Damage Calculators, Speed-Tier-Listen oder vergleichbare Tools gehören.
10.9 Voice-Call zwischen den Gegnern
Die beiden direkten Gegner dürfen sich während ihres Sets gemeinsam in einem Voice-Call befinden.
Ob und wie viel sie miteinander sprechen, bleibt ihnen selbst überlassen.
10.10 Zuschauer in der Champions-Lobby
Soll eine dritte Person einem Set direkt als Zuschauer in der Lobby beiwohnen, müssen beide Trainer darüber informiert sein und zustimmen.
Der Zuschauer darf beispielsweise aufnehmen oder beobachten, jedoch nicht aktiv beraten oder in das Set eingreifen.
11. 🚫 Match Fixing, Aufgabe & Nichtantritt
11.1 Match Fixing
Jede abgesprochene Manipulation eines Set- oder Game-Ergebnisses ist strengstens verboten.
Dazu gehören insbesondere:
- vereinbarte Siege oder Niederlagen
- vereinbarte 2:0- oder 2:1-Ergebnisse
- abgesprochenes Verschenken einzelner Games
- absichtliche Ergebnismanipulation zugunsten von Aufstieg oder Klassenerhalt
- Gegenleistungen für eine bestimmte Wertung
Dabei spielt es keine Rolle, ob Geld oder eine andere Gegenleistung vereinbart wurde.
11.2 Manipulation einzelner Games
Das Verbot gilt ausdrücklich auch für einzelne Games.
Da die Anzahl gewonnener Games und die Game-Differenz für die Tabelle relevant sein können, dürfen auch einzelne Game-Ergebnisse nicht abgesprochen manipuliert werden.
Sobald ein Trainer zwei Games gewonnen hat, ist das Bo3 beendet.
Ein anschließend zusätzlich gespieltes Game verändert das offizielle Ergebnis nicht.
11.3 Schlechte Leistung ist kein Beweis
Fehlplays, ungewöhnliche Picks, ein überraschendes Team oder ein deutliches Ergebnis stellen für sich allein keinen Beweis für Match Fixing dar.
Für eine Sanktion wegen Match Fixing ist eine ausreichende Beweisgrundlage erforderlich.
11.4 Freiwillige Aufgabe
Ein Trainer darf ein Game jederzeit aus eigener Entscheidung aufgeben.
Das betreffende Game wird als Niederlage gewertet.
Eine freiwillige Aufgabe stellt für sich allein kein Match Fixing dar – selbst wenn das Ergebnis Auswirkungen auf Aufstieg, Abstieg oder Relegation hat.
11.5 Vollständiger Set-Forfeit
Wird ein vollständiges, noch nicht begonnenes Set aufgegeben, erhält der Gegner grundsätzlich einen 2:0-Sieg.
11.6 Grundloser Nichtantritt
Ein grundloser Nichtantritt kann zusätzlich als Verstoß gegen die Teilnahmeverpflichtungen dokumentiert werden.
12. 🎥 Streaming, Aufnahmen & Content
12.1 Aufnahme
Eine Aufnahme des eigenen Sets ist nicht verpflichtend.
Jeder Trainer entscheidet selbst, ob er aus seinen KPL-Matches Content erstellt.
12.2 Livestream
KPL-Sets dürfen live gestreamt werden.
Ein Stream-Delay ist nicht verpflichtend.
12.3 Stream-Sniping
Der aktuelle Gegner darf den Livestream des anderen Trainers während des laufenden Sets nicht verfolgen.
Ebenso ist es verboten, sich durch eine dritte Person Informationen aus dem gegnerischen Livestream zuspielen zu lassen.
Ein fehlender Stream-Delay rechtfertigt Stream-Sniping nicht.
12.4 Veröffentlichung
Eigene KPL-Sets dürfen unmittelbar nach dem Match als Video oder VOD veröffentlicht werden.
Eine Spoilerfrist besteht nicht.
12.5 Video-Link
Ein YouTube- oder Video-Link ist keine Pflichtangabe bei der Ergebnismeldung.
Der Link kann später bei der Ligaleitung nachgereicht werden.
Haben beide Trainer das Set aufgenommen und stellen ihre Videos zur Verfügung, können beide Perspektiven berücksichtigt und verlinkt werden.
12.6 Offizielle KPL-Spieltagsvorschau
Stellt ein Trainer der Ligaleitung sein Matchvideo bzw. dessen Link zur Verfügung, können daraus kurze, spoilerfreie Matchszenen für die offizielle KPL-Spieltagsvorschau verwendet werden.
Die vollständigen Videos der jeweiligen Trainer werden entsprechend verlinkt bzw. innerhalb der Berichterstattung kenntlich gemacht.
12.7 Abschluss einer Matchweek
Die Spieltagsvorschau wird veröffentlicht, sobald Sichtung und Bearbeitung des verfügbaren Materials abgeschlossen sind.
Es besteht kein verbindlicher Veröffentlichungstag.
Mit Veröffentlichung der Spieltagsvorschau gilt die betreffende Matchweek sportlich als abgeschlossen.
Normale nachträgliche Beschwerden über bereits abgeschlossene In-Game-Vorgänge werden danach grundsätzlich nicht erneut aufgerollt.
Offensichtliche Tipp-, Übertragungs- oder Tabellenfehler können weiterhin korrigiert werden.
13. 🔄 Rückzug, Ausschluss & Relegation
13.1 Freiwilliger Rückzug MIT Ersatzspieler
Erfolgt ein freiwilliger Rückzug früh in der Season und setzt die Ligaleitung einen Ersatzspieler ein, bleiben alle bis dahin regulär ausgetragenen Sets und Ergebnisse bestehen.
Der Ersatzspieler übernimmt den bestehenden Ligaplatz vollständig – einschließlich:
- Punkte
- Game-Differenz
- bisheriger Tabellenposition
Ab dem Zeitpunkt der Übernahme bestreitet der Ersatzspieler die weiteren Sets.
13.2 Zeitpunkt einer Nachbesetzung
Eine Nachbesetzung ist grundsätzlich vorgesehen, wenn ein Trainer im ersten Drittel der Season ausscheidet.
Dies ist ausdrücklich keine starre Matchweek-Grenze.
Die Ligaleitung entscheidet anhand des Saisonfortschritts, des Zeitpunkts des Rückzugs und der organisatorischen Umsetzbarkeit, ob eine Nachbesetzung noch sinnvoll möglich ist.
13.3 Freiwilliger Rückzug OHNE Ersatzspieler
Wird kein Ersatzspieler eingesetzt, werden alle noch ausstehenden Sets als 0:2-Niederlagen des zurückgezogenen Trainers gewertet.
Bereits verlorene Sets bleiben bestehen.
Bereits gewonnene Sets des zurückgezogenen Trainers werden rückwirkend ebenfalls in 0:2-Niederlagen geändert.
Dadurch wird verhindert, dass einzelne Trainer allein aufgrund des Zeitpunkts ihres bereits absolvierten Sets gegenüber anderen Teilnehmern einen unfairen Vor- oder Nachteil erhalten.
13.4 Ausschluss
Ein Ausschluss aus der Liga ist von einem freiwilligen Rückzug zu unterscheiden.
Bei einem Ausschluss aufgrund schwerwiegenden Fehlverhaltens wird kein Ersatzspieler eingesetzt.
Alle noch ausstehenden Sets werden als 0:2-Niederlagen gewertet.
Bereits gewonnene Sets des ausgeschlossenen Trainers können ebenfalls rückwirkend als 0:2-Niederlagen gewertet werden.
13.5 Relegationspaarungen
Nach Abschluss und manueller Kontrolle der regulären Season werden die Relegationspaarungen öffentlich bekannt gegeben.
Die beiden beteiligten Trainer vereinbaren anschließend selbstständig einen Termin.
Sie teilen der Ligaleitung lediglich mit:
- wann gespielt wird
- wo bzw. in welcher Lobby das Set stattfindet
Eine vorherige Genehmigung des Termins ist nicht erforderlich.
13.6 Anwesenheit der Ligaleitung
Die Ligaleitung kann der Relegation – sofern zeitlich möglich – als Zuschauer beiwohnen.
Ihre Anwesenheit ist jedoch keine Voraussetzung dafür, dass das Set stattfinden darf.
13.7 Keine starre Relegationsfrist
Da die reguläre Season zu diesem Zeitpunkt bereits beendet ist, besteht keine starre Matchweek-Deadline für die Relegation.
Die Trainer sollen das Set möglichst innerhalb der angebrochenen Woche austragen.
Ist dies terminlich nicht möglich, kann entsprechend mehr Zeit eingeräumt werden.
13.8 Regulation der Relegation
Ändert sich unmittelbar zum Beginn der Relegationsphase die offizielle Regulation, gilt grundsätzlich noch die Regulation der letzten regulären Matchweek.
Stimmen beide Trainer zu, darf die Relegation stattdessen bereits nach der neuen Regulation gespielt werden.
13.9 Regeln innerhalb der Relegation
Für die Relegation gelten dieselben:
- Matchregeln
- OTS-Regeln
- Team-Lock-Regeln
- Technikregeln
- Fair-Play-Regeln
wie für ein reguläres KPL-Set.
13.10 Relegationsergebnis
Nach Abschluss der Relegation teilen die beteiligten Trainer der Ligaleitung das Ergebnis mit.
Die Ligaleitung übernimmt anschließend selbst die Eintragung und Dokumentation des Ergebnisses.
13.11 Nichtantritt zur Relegation
Ein unentschuldigter Nichtantritt wird wie bei einem regulären Set behandelt.
Der nicht angetretene Trainer verliert die Relegation grundsätzlich mit 0:2.
Bei einem nachvollziehbaren kurzfristigen Notfall kann ein neuer Termin vereinbart werden.
13.12 Rückzug vor der Relegation
Erklärt ein Trainer bereits vor seiner Relegation, dass er seinen Ligaplatz aufgibt bzw. in der folgenden Season nicht teilnehmen wird, muss die sportlich bedeutungslos gewordene Relegation nicht mehr ausgetragen werden.
Der vorgesehene Relegationsgegner erhält den entsprechenden Ligaplatz.
13.13 Rückzug nach gewonnener Relegation
Zieht sich ein Trainer erst nach einer bereits ausgespielten und gewonnenen Relegation zurück, bleibt das Ergebnis der Relegation bestehen.
Der dadurch frei werdende Platz wird über das normale Nachrückverfahren vergeben.
Der unterlegene Relegationsteilnehmer erhält den Platz nicht automatisch nachträglich.
14. ⚖️ Beweise, Sanktionen & Ligaleitung
14.1 Beweisgrundlage
Bei einem Streitfall entscheidet die Beweislage.
Geeignete Beweismittel können insbesondere sein:
- vollständige Videoaufnahmen
- Screenshots
- Lobby-Protokolle von Pokémon Champions
- Chatverläufe
- verwendete OTS
- öffentlich nachvollziehbare technische Störungen
- sonstige geeignete Dokumentationen
Eine vollständige Videoaufnahme kann insbesondere bei komplexen In-Game-Fragen eine sehr starke Beweisgrundlage darstellen, da vorherige Moves, Boosts, Drops, Speed-Control und andere relevante Spielzustände nachvollzogen werden können.
14.2 Aussage gegen Aussage
Widersprechen sich die Angaben zweier Trainer und kann der tatsächliche Sachverhalt anhand der vorhandenen Beweise nicht festgestellt werden, ist die Ligaleitung nicht verpflichtet, ohne Grundlage einer Seite zu glauben.
Über das weitere Vorgehen entscheidet die Ligaleitung.
14.3 Private Nachrichten als Nachweis
Private Nachrichten dürfen der Ligaleitung als Nachweis übermittelt werden, sofern sie für einen konkreten Ligafall relevant sind.
Diese Inhalte werden grundsätzlich vertraulich behandelt und nicht ohne sachlichen Grund öffentlich veröffentlicht.
14.4 Manipulation von Nachweisen
Das bewusste Fälschen, Manipulieren oder irreführende Verkürzen von Nachweisen ist verboten.
Ein nachgewiesener Täuschungsversuch gegenüber der Ligaleitung stellt einen schwerwiegenden Regelverstoß dar und kann bis zum Ausschluss führen.
14.5 Nachträglich entdeckte OTS-/In-Game-Abweichungen
Wird eine Abweichung erst nach Abschluss des Games oder Sets entdeckt und kann diese ausreichend bewiesen werden, prüft die Ligaleitung, ob die Abweichung einen relevanten Einfluss auf den Ausgang des betroffenen Games gehabt haben kann.
War die Abweichung ohne erkennbare spielerische Relevanz, kann das ursprüngliche Ergebnis bestehen bleiben.
Hat die Abweichung dagegen einen spielerischen Vorteil erzeugt oder den Ausgang beeinflussen können, kann das betreffende Game bzw. daraus resultierend das Set-Ergebnis nachträglich neu gewertet werden.
14.6 Sanktionen
Nicht jeder Regelverstoß besitzt dieselbe Schwere.
Klare sportliche Fehler besitzen teilweise bereits eine festgelegte unmittelbare Folge, beispielsweise:
- OTS-Fehler nach Game-Beginn → Game Loss
- notwendige Korrektur nicht möglich → Set Loss
- Nichtantritt → grundsätzlich 0:2
Bei schwerwiegenden oder vorsätzlichen Verstößen entscheidet die Ligaleitung anhand des konkreten Falls.
Dazu können insbesondere gehören:
- Cheating
- Match Fixing
- Manipulation von OTS oder Beweismitteln
- schwere bzw. wiederholte Fair-Play-Verstöße
- wiederholtes toxisches Verhalten
- gezieltes Ausnutzen von Regellücken
- vorsätzliche Falschbehauptungen zur Erlangung eines Vorteils
Mögliche Konsequenzen reichen je nach Schwere des Falls bis zum Ausschluss aus der Kampfstube Premier League.
14.7 Regellücken
Kein Regelwerk kann jeden denkbaren zukünftigen Sonderfall vollständig vorhersehen.
Tritt während einer laufenden Season ein Sachverhalt auf, der durch dieses Regelwerk nicht oder nicht eindeutig abgedeckt ist, entscheidet die Ligaleitung anhand von:
- Fair Play
- sportlicher Verhältnismäßigkeit
- bestehenden vergleichbaren Regeln
- verfügbarer Beweislage
Eine dadurch erkannte Regellücke kann anschließend für zukünftige vergleichbare Fälle geschlossen werden.
Eine neu eingeführte Regel wird nicht rückwirkend zur Sanktionierung eines Verhaltens angewendet, das zum Zeitpunkt des Vorfalls noch nicht entsprechend geregelt oder verboten war.
14.8 Änderungen des Regelwerks
Änderungen, Ergänzungen oder Präzisierungen während einer laufenden Season werden offiziell über den Liga-Discord bekannt gegeben.
Dabei wird angegeben, ab welchem Zeitpunkt die neue bzw. angepasste Regel gilt.
Ab diesem Zeitpunkt ist sie für zukünftige Sets und Vorfälle verbindlich.
15. 👑 Finale Entscheidungsgewalt der Ligaleitung
Wird die Ligaleitung bei einem Regel-, Streit- oder Sonderfall eingeschaltet, prüft sie den Sachverhalt anhand des gültigen Regelwerks und der verfügbaren Beweislage.
Die daraufhin getroffene Entscheidung gilt sowohl für:
- die Wertung des Vorfalls
- mögliche Sanktionen
- die Fortsetzung eines laufenden Games oder Sets
- sonstige daraus resultierende Maßnahmen
Die Entscheidung der Ligaleitung ist final und verbindlich.
Die beteiligten Trainer haben diese Entscheidung entsprechend umzusetzen.
Ein eigenmächtiges Abweichen von einer Entscheidung der Ligaleitung ist nicht zulässig.
🏁 Schlussbestimmung
Die Kampfstube Premier League soll in erster Linie das bleiben, wofür sie gedacht ist:
Eine kompetitive VGC-Liga, in der die Spieler ihre Ergebnisse durch ihre eigene sportliche Leistung erzielen.
Das Regelwerk soll einen klaren Rahmen schaffen, ohne jede theoretisch denkbare Situation mit unnötigen Sondervorschriften zu versehen.
Daher gelten als zentrale Grundsätze:
🎮 Regelkonformes VGC darf gespielt werden.
📋 Jeder Teilnehmer trägt Eigenverantwortung.
🤝 Fair Play steht über dem Versuch, Regellücken auszunutzen.
🔍 Bei Streitfällen zählen Beweise statt Behauptungen.
⚖️ Echte Fehler werden verhältnismäßig behandelt – vorsätzliche Manipulation konsequent sanktioniert.
Damit bildet dieses Regelwerk die verbindliche Grundlage für die Kampfstube Premier League – Season 2.
